Schlaf ist die wichtigste Phase, in der dein Körper Reparatur- und Wartungsprogramme aktiviert. Die Erholung während des Schlafs ist entscheidend für die physische und mentale Gesundheit, da sie die Leistungsfähigkeit erhält und die Entwicklung des Gehirns unterstützt. Im Tiefschlaf wird verstärkt Wachstumshormon ausgeschüttet, das die Zellteilung sowie den Aufbau von Kollagen fördert – ein Protein, das Haut straff hält. Wenig Tiefschlaf bedeutet also weniger Zellregeneration, was Hautalterung und schwächeres Gewebe begünstigt. Auch Muskeln und Knochen profitieren in dieser Phase vom regenerativen Effekt des Schlafs.
Im REM-Schlaf werden Erinnerungen gefestigt und Zellschäden repariert. Das Hormon Melatonin – bei Dunkelheit freigesetzt – wirkt dabei nicht nur schlaffördernd, sondern auch antioxidativ: Es schützt vor freien Radikalen und reduziert Entzündungen. So unterstützt Schlaf die Zellgesundheit und hält das epigenetische Gleichgewicht im Takt. Studien zeigen, dass schon kurzfristiger Schlafmangel die Aktivität von Genen stören kann – besonders solche für Entzündung und Stoffwechsel. Langfristiger Rhythmusverlust, etwa durch Schichtarbeit, kann das epigenetische Alter beschleunigen: Deine DNA trägt dann Markierungen, die biologisch älter wirken als dein tatsächliches Alter. Wird dieser natürliche Rhythmus dauerhaft gestört, laufen Reparaturprozesse unkoordiniert ab. Zellen verlieren ihren Takt, was zu einem Anstieg von Entzündungswerten führen kann. Eine Mausstudie zeigte sogar, dass Schlafentzug entzündliche Reaktionen auslöst, ähnlich einem Zytokinsturm⁸. Auch beim Menschen steigt das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen. Ein Leben gegen deinen inneren Takt kann so zu vorzeitiger Alterung führen – sichtbar an blasser Haut, schwachem Immunsystem und dauerhafter Erschöpfung.