Je hektischer der Alltag ist, desto wichtiger ist es, mit Bewegung und Entspannung ein Gegengewicht zu schaffen. Mit vollem Terminkalender ist es allerdings eine Herausforderung, regelmäßiges Training mit Meetings, Geschäftsreisen und sozialen Verpflichtungen zu vereinen. Das kann dazu führen, dass du gefühlt auf der Stelle trittst und Sport eher als frustrierend empfindest.
Statt deine Sporteinheiten ganz aus deiner Routine zu streichen, kannst du dein Muskelgedächtnis nutzen und trotz sporadischem Training Erfolge feiern. Dabei hilft dir der sogenannte Muscle-Memory-Effekt.
Der Muscle-Memory-Effekt beschreibt die Fähigkeit der Muskulatur, sich an früheres Training zu „erinnern“ und bereits ausgebildete Muskelzellen nach einer längeren Trainingspause zu reaktivieren. Einfach gesagt bedeutet das: Wenn du nach einem Muskelaufbau eine längere Pause machst, baust du zwar Muskeln ab. Allerdings bleiben einige Effekte des früheren Trainings bestehen.
Dank des Muscle-Memory-Effekts gelingt der Wiederaufbau von Muskeln und Kraft nach der Pause schneller als beim ersten Mal. Außerdem kannst du bereits gewohnte Bewegungsabläufe leichter wieder richtig ausführen. Das ist nicht nur für verletzte Sportler relevant, die sich Schritt für Schritt an ihr altes Fitnesslevel herantasten müssen, sondern auch für Menschen, die aufgrund ihres Lifestyles nur schwer Routinen etablieren und trotzdem nicht auf ihre Fitness verzichten möchten.
Gerade in Phasen, in denen Training einmal in den Hintergrund rückt – etwa über die Weihnachtszeit, im Urlaub oder bei Krankheit – bedeutet eine Pause also nicht, dass alle Fortschritte verloren sind. Der Körper „vergisst“ das Training nicht sofort. Wer danach wieder einsteigt, kann schneller an frühere Leistungen anknüpfen, als viele erwarten. Das nimmt den Druck, immer perfekt durchtrainieren zu müssen, und zeigt: Erholung und Pausen gehören genauso zu einem nachhaltigen Trainingsalltag wie das Training selbst.